Wie aus Angst Mut wurde …
Es ist schon drei Jahre her, da verbrachte Dennis mit seiner Mutter ein paar Monate im Haus Atemzeit. Erkrankt an einer spinalen Muskelatrophie, ist Dennis körperlich sehr eingeschränkt. Irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem er nicht mehr selbstständig atmen konnte. Sein Leben ist von da an abhängig von der Beatmung und einem Tracheostoma. Aber Dennis war stark und entschied sich schon damals für das Leben.
Jetzt feiert er seinen 28. Geburtstag mit seinem „Festival of Colours“, und wir durften mitfeiern. Dennis hat mit und durch seine Familie sowie seine Freunde gelernt, das Leben wieder zu leben und zu feiern. Er hat gelernt, wie er Angst in Mut verwandeln kann.

Im Interview erzählt Dennis mehr über seine Stärke
„Der größte Antrieb in meinem Leben weiterzumachen, sind meine Familie und Freunde. Ich lebe einfach mein Leben so gut, wie ich kann."
Damals, nach der Operation, fühlte ich mich nicht gut. Ich hatte Angst vor der neuen Situation. Im Haus Atemzeit habe ich gelernt, die Veränderungen anzunehmen und zu akzeptieren. Dadurch konnte ich die positiven Seiten sehen. Für mich war der größte Erfolg im Haus, dass ich das Trinken wieder erlernt habe. Aber auch meiner Mutter wurde geholfen: Sie hat gelernt, mit der ganzen Medizintechnik umzugehen, sicher zu werden und die Kanüle zu wechseln – das macht sie heute noch super!
Besonders gut am Haus Atemzeit fand ich die wunderbaren Menschen, die ihre Arbeit mit Herz gemacht haben und an die man sich immer wenden konnte. Alles, was ich und meine Mutter damals gelernt haben, können wir heute noch. Nur dadurch können wir heute wieder so frei leben.


