Haus Atemzeit · Für Eltern

Euer Kind mit Beatmung sicher versorgen – ohne bei jedem Handgriff Angst zu haben, etwas falsch zu machen

Zwischen medizinischer Verantwortung und dem Wunsch, einfach Mama oder Papa zu sein, begleitet das Haus Atemzeit in Wölfersheim Familien mit Kindern, die auf Beatmung angewiesen sind, auf ihrem Weg zurück ins Leben. Eltern lernen hier, ihr Kind sicher zu versorgen, und wachsen als Familie wieder zusammen.

70 %Beatmungsentwöhnung
Elzbieta Gette – Leitung Haus Atemzeit
24/7
medizinische Betreuung
70 %
erfolgreiche Beatmungsentwöhnung
73 %
Familien bewältigen ihren Alltag selbstständig
100 %
Kostenübernahme der Krankenkassen
15 Min.
zur Kinderklinik in Gießen
Wenn euer Kind medizinische Hilfe braucht …

… müsst ihr funktionieren, alles verstehen und die Hoffnung bewahren.

Nadine Junker – Mutter im Haus Atemzeit

Ihr sitzt am Bett, Monitore piepen neben euch, Schläuche bewegen sich im Takt der Atmung eures Kindes. Ihr fühlt euch machtlos. „Was, wenn wir etwas übersehen? Was, wenn wir einen Fehler machen?"

Ihr wollt Verantwortung übernehmen und habt gleichzeitig Angst, ihr nicht gewachsen zu sein. Was passiert nach der Entlassung, wenn ihr wieder zu Hause seid – ohne Ärzte auf dem Flur und ohne sofortige Hilfe?

Was heute schon überfordernd ist, wird mit der Zeit oft schwerer: Unsicherheit wird zu Daueranspannung, Angst zu Erschöpfung. Doch so muss es nicht bleiben.

Ihr versorgt euer Kind und geht beim Absaugen, Umstecken und Kontrollblick ruhig und sicher vor

Prof. Dr. Jannos Siaplaouras – Kinderarzt

Ihr erkennt die Signale eures Kindes – und die Geräte bestimmen nicht mehr jede Sekunde eures Alltags.

Bei täglicher Begleitung durch das Pflegeteam im Haus Atemzeit lernt ihr alle nötigen Abläufe kennen – vom Absaugen bis zum Kanülenwechsel. Fragen könnt ihr jederzeit stellen, damit ihr euch in der häuslichen Intensivpflege stets sicher fühlt.

Zuhause ist eine reale Möglichkeit, weil ihr gelernt habt, mit der Situation umzugehen.

Die Chance, als Familie zusammenzuwachsen

Familie wächst im Haus Atemzeit zusammen

Im Haus Atemzeit seid ihr als Familie zusammen. Jedes Kind hat ein eigenes Zimmer mit eigener Terrasse, damit ihr gemeinsam rausgehen, frische Luft schnappen und nicht nur im Zimmer angesiedelt seid.

Ihr wollt euer Kind nicht über Nacht allein lassen? Dafür gibt es eine Lösung: Ihr könnt im gleichen Haus in einem separaten Einzelzimmer schlafen. Geburtstage und andere Festlichkeiten dürft ihr ebenfalls hier feiern.

Lachen hat wieder Platz – auch neben der Verantwortung.

Schritt für Schritt

Wie ihr lernt, euer Kind selbst zu versorgen

Erkrankung und Beatmung

Ihr versteht, was euer Kind braucht, warum es Unterstützung erhält und was im Körper passiert.

Geräte kennenlernen

Beatmung, Monitoring, Absaugung – komplexe Geräte leicht verständlich erklärt.

Praktisches Üben

Kanülen legen und wechseln, Beatmung anschließen, Inhalation, Notfallmanagement. Ihr übt jeden Handgriff, bis er sich ruhig und selbstverständlich anfühlt.

Begleitete Pflege

Ihr übernehmt Verantwortung, ohne Angst haben zu müssen, dass ein Fehler alles gefährdet.

Medikamentengabe & Ernährung

Ihr gewinnt Sicherheit im täglichen Versorgen eures Kindes.

Probetage zu Hause

Ihr testet das Leben zu Hause, ohne ganz auf euch allein gestellt zu sein. Im Hintergrund ist immer jemand erreichbar.

Neben der medizinischen Versorgung gibt es tiergestützte Therapie mit Pferden und Hunden. Zusätzlich unterstützen Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie die Entwicklung eures Kindes.

Medizinische Versorgung und das Leben als Familie

Während andere Modelle darauf ausgelegt sind, Pflege lediglich zu ersetzen, schließen wir die größte Lücke:Medizinische Versorgung UND das Leben als Familie.

Angst bestimmt nicht länger jede Entscheidung

Ihr lernt Schritt für Schritt, wie ihr euer Kind versorgt, wie ihr Geräte sicher bedient und wie ihr in herausfordernden Situationen ruhig bleibt.

Als Familie zusammenwachsen, statt im Ausnahmezustand zu verharren

Bei Atemzeit ist Familie Teil des Konzepts. Euer Kind wird medizinisch versorgt UND kann sich emotional sicher entwickeln.

Unabhängig sein, ohne euch allein zu fühlen

Ihr werdet so angeleitet, dass ihr euer Kind auch außerhalb eines klinischen Umfelds sicher begleiten könnt – ohne wechselnde Pflegedienste.

Wo Kinder atmen lernen, dürfen Eltern wieder aufatmen

„Wo Kinder atmen lernen, dürfen Eltern wieder aufatmen."

Eine wahre Geschichte

Von „unklarer Prognose“ zu Meilensteinen, die die Eltern für unmöglich hielten

Ausgangslage

Ein Kind, bei dem selbstständiges Atmen nicht möglich ist (ausgeprägte Zwerchfellparese). Damit es künstlich beatmet werden kann, braucht es einen angelegten Luftröhrenschnitt (Tracheostoma). Ein hohes Risiko für körperliche und geistige Einschränkungen besteht.

Diagnose
  • selbstständiges Atmen ist nicht möglich (ausgeprägte Zwerchfellparese)
  • damit das Kind künstlich beatmet werden kann, braucht es einen angelegten Luftröhrenschnitt (Tracheostoma)
  • hohes Risiko für körperliche und geistige Einschränkungen

Kurz gesagt: Ein Kind, das vor allem eines brauchte – Maschinen, Überwachung und Menschen, die nicht aufgeben.

Von unklarer Prognose zu Meilensteinen
Ein Jahr später

Was zuvor nach Dauerbeatmung, Entwicklungsverzögerung und ständiger Fremdunterstützung aussah, hat sich anders entwickelt als erwartet.

Die Entwicklung eines Kindes

Der Verlauf im Überblick

Mit 4 Monaten
  • Gezieltes Greifen
  • Erste Stimmgebung trotz Beatmung und Tracheostoma
Mit 5 Monaten
  • Kontrolliertes Drehen
  • Reduktion der Beatmungsparameter
  • Altersgerechte, nonverbale Kommunikation
Mit 6 Monaten
  • Freies Sitzen
Mit 9 Monaten
  • Spontanatmung an der Beatmungsmaschine
Mit 10 Monaten
  • Stabiler Vierfüßlerstand
Mit 12 Monaten
  • Atmen ohne Beatmung (an der „feuchten Nase“)
  • Erstes selbstständiges Essen
  • Kognitiv auf altersgerechter Entwicklung

Was dieser Verlauf zeigt?

Eine Anfangsdiagnose ist kein Endurteil. Und nicht jedes Kind mit angelegtem Luftröhrenschnitt ist automatisch entwicklungseingeschränkt.

Vertrauen, Förderung und Geduld können mehr bewegen, als eine Statistik vermuten lässt.

Sie entwickeln sich nicht isoliert, sondern mitten im Leben: in einem Alltag, der Nähe schenkt, Freude zulässt und Teilhabe ermöglicht.

Erfahrungen von Familien, die wieder Boden unter den Füßen spüren

Erfahrungen von Familien, die wieder Boden unter den Füßen spüren

Eine persönliche Geschichte

„Was brauchen Familien wirklich, wenn sie nach Hause sollen, aber innerlich noch nicht können?"

Anett Wiese – Gründerin von Atemzeit

Genau diese Frage habe ich mir gestellt, als ich das Haus Atemzeit ins Leben gerufen habe.

Ich bin Anett Wiese, Gründerin von Atemzeit. In meiner Arbeit als Kinderkrankenschwester habe ich über Jahre unzählige schwer erkrankte und beatmete Kinder begleitet – ebenso ihre Familien, die plötzlich Verantwortung tragen, auf die sie niemand vorbereitet hat.

Kinder, die medizinisch stabil entlassen werden, deren Eltern aber innerlich voller Angst, Schuldgefühle und Unsicherheit zurückbleiben. Genau hier habe ich verstanden: Pflege allein reicht nicht aus.

Mit Atemzeit habe ich einen Ort geschaffen, an dem es um das geht, was Familien wirklich brauchen: einen Ort, um die eigenen Erlebnisse zu verstehen, Ängste zu verarbeiten und gemeinsam gestärkt in die Zukunft blicken zu können.

Das Haus Atemzeit ist ideal für euch, wenn ihr …

Eltern eines schwer erkrankten oder beatmeten Kindes seid und euch danach sehnt, euer Kind selbst sicher begleiten zu können – Schritt für Schritt, in eurem eigenen Tempo.

euch im Moment unsicher fühlt im Umgang mit Technik, Pflege und medizinischen Abläufen und euch dieses Wissen aneignen wollt, damit Ruhe eintritt und ihr handlungssicher seid.

euch nichts mehr wünscht, als als Familie zusammenzubleiben, statt euch immer wieder von eurem Kind oder voneinander trennen zu müssen.

bereit seid, euch auf einen Weg einzulassen, der Zeit braucht, aber genau dadurch das schenkt, was ihr euch am meisten wünscht: Vertrauen in euch selbst und Sicherheit für euer Kind.

Häufig gestellte Fragen

Ich bin nicht bereit, mein Kind in andere Hände zu geben …
Diese Angst ist vollkommen verständlich und bei fast allen Eltern da. Bei Atemzeit geht es nicht darum, dein Kind abzugeben. Du bleibst Teil des Alltags, kannst im Haus übernachten und wirst einbezogen.
Muss ich medizinische Vorkenntnisse haben?
Nein. Niemand setzt voraus, dass du bereits sicher im Umgang mit Geräten oder Pflege bist. Alles, was du wissen musst, lernst du bei uns.
Wie bekomme ich einen Platz im Haus Atemzeit?
Ruft einfach an. Wir besprechen dann eure Situation und prüfen die Verfügbarkeit. Die Verlegung organisieren wir gemeinsam mit eurer Klinik.
Wer übernimmt die Kosten für den Aufenthalt?
Die medizinische Behandlungspflege wird von der Krankenkasse übernommen (SGB V). Der Verein Atemzeit e.V. unterstützt Familien zusätzlich, z.B. bei Unterkunftskosten oder begleitenden Angeboten. Gerne klären wir gemeinsam, was in eurer Situation möglich ist.
Aber mein Kind ist medizinisch sehr komplex …
Atemzeit ist auf genau diese Kinder spezialisiert. Viele Kinder kommen direkt von Intensivstationen zu uns – mit Beatmung, Highflow oder komplexen Krankheitsbildern. Die medizinische Betreuung ist rund um die Uhr durch spezialisiertes Fachpersonal sichergestellt.
Was passiert in einem medizinischen Notfall?
Unser Intensivpflegeteam ist 24/7 vor Ort und notfallgeschult. Die Kinderklinik Gießen ist nur 15 Minuten entfernt – einer der kürzesten Wege bundesweit.
Was unterscheidet Atemzeit von einem Pflegedienst oder einer stationären Einrichtung?
Pflegedienste versorgen, Kliniken stabilisieren – aber Atemzeit befähigt euch, künftig eigenständig für euer Kind da zu sein. Hier wird euer Kind gut versorgt und ihr lernt, es sicher zu begleiten.
Können Geschwister und andere Familienmitglieder dabei sein?
Ja. Familie gehört bei Atemzeit dazu. Ihr könnt auch gerne Geburtstage hier feiern. Euer Kind hat ein eigenes Zimmer mit Terrasse, zusätzlich gibt es einen Garten und einen Aufenthaltsraum.
Können wir auch aus anderen Bundesländern kommen?
Ja, sehr gerne. Wir sind zwar in der Wetterau, nehmen aber Familien aus ganz Deutschland auf. Die Kostenübernahme erfolgt ebenfalls bundesweit.
Familiennaher Alltag im Haus Atemzeit

Was wäre, wenn es einen Ort gäbe,an dem euer Kind medizinische Unterstützung bekommt und gleichzeitig Teil eines lebendigen, familiennahen Alltags ist?